1. Bundesliga Saisonrückblick 2017/18

1. Bundesliga Saisonrückblick 2017/18

Meister: FC Bayern München

Champions League Teilnehmer: FC Bayern München, FC Schalke 04, TSG 1899 Hoffenheim, Borussia Dortmund

Spieler der Saison: Robert Lewandowski

 

Ganz oben ist alles wie gehabt in der 1. Bundesliga. Der FC Bayern München ist Meister. Diesmal hätte es aber auch anders ausgehen können. Denn: zu Anfang mit Carlo Ancelotti als Chefcoach sahen die Münchner gar nicht gut aus. Borussia Dortmund hatte die Bayern sogar zeitweise vom 1. Platz verdrängt. Dann zog der Bayern-Vorstand die Reißleine und holte Jupp Heynckes. Mit Heynckes änderte sich dann alles. Die Bayern wurden ihrem starken Kader gerecht und siegten nur noch. Das ist eigentlich schon die Zusammenfassung der Bundesliga-Saison 2017/18.

Der Star ist der Trainer

Jupp Heynckes hat den Fans gezeigt, wie wichtig ein Trainer eigentlich ist. Der Stammtischspruch: „Mit denen wird doch jeder Meister“ gilt seitdem nicht. Gefährlich wurde den Bayern kaum eine Mannschaft. „Best of the Rest“ wurde der FC Schalke 04. Auch Schalke hat erst spät Stabilität in sein Spiel bekommen. Die Tabellenplatzentwicklung verlief bis zur 25. Woche zickzackartig. Die Personalie Leon Goretzka (22, wechselt zum FC Bayern) hatte zusätzlich für Unruhe gesorgt. Erst ab der 25. Spielwoche blieben die Gelsenkirchener kontinuierlich auf dem 2. Platz und sicherten sich die Champions-League-Teilnahme.

Hoffenheim vor Dortmund

Die wahren Überraschungen waren aber auf den Plätzen 3 und 4. Zum einen hätte keiner der TSG Hoffenheim zugetraut, so weit oben zu stehen. Zum anderen hätte keiner dem BVB zugetraut, fast noch die Champions-League-Qualifikation zu verpassen. Als Entschuldigung kann die Borussia ihr Verletzungspech und die Unruhe in der Mannschaft vorlegen. Insbesondere der Fall Aubameyang hat die Dortmunder sehr lange beschäftigt. Der Gabuner Stürmer hat immer wieder mit einem Wechsel kokettiert. Zur Winterpause durfte er dann zu Arsenal London gehen. Bei Hoffenheim hatten sie nicht solche Probleme.

Der TSG hat sich mit einer soliden Leistung hochgearbeitet und am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Dortmund den Sack zugemacht. Bei Hoffenheim konnten insbesondere Mark Uth (17 Tore), Andrej Kramaric (13 Tore) und Serge Gnarby (10 Tore) überzeugen. Da war es auch belanglos, als Sandro Wagner (29) in der Winterpause zum FC Bayern gewechselt ist. Aber auch bei Hoffenheim ist der eigentliche Star der Trainer. Julian Nagelsmann, Repräsentant der neuen jungen Trainergeneration, hat es geschafft, mit einer Dreier-Abwehrkette kompakt und erfolgsorientiert spielen zu lassen. Bleibt abzuwarten, wie Hoffenheim den Weggang seiner Leistungsträger kompensieren kann. Mark Uth wird nach Schalke wechseln und Leihspieler Serge Gnarby kehrt zu seinem Stammverein Bayern München zurück.

Die Sensation kommt aus Stuttgart

Neben den Hoffenheimern war die Überraschungsmannschaft der Bundesliga-Saison 2017/18 Eintracht Frankfurt. Auch wenn es am Ende nur der 8. Platz wurde, konnte man den DFB-Pokal gewinnen und stand mehrere Wochen auf einem Europapokalplatz. Eine kleine Sensation schaffte der VFB Stuttgart. Schon von vielen Fans als Absteiger tituliert, hat ein Trainer-Wechsel voll eingeschlagen. Der schon während der Unterschrift kritisierte Tayfun Korkut, konnte alle bösen Zungen verstummen lassen. Am Ende hat der VFB knapp den europäischen Wettbewerb verpasst und wurde Siebter.

Hamburg und Köln verabschieden sich

Beim „Bundesliga-Dino“ aus Hamburg hat es nicht zu einer Sensation gereicht. Der HSV ist nach jahrelangem Zittern nun endlich abgestiegen. Der Hamburger SV war der letzte Verein, der seit der Gründung der höchsten professionellen deutschen Liga immer dabei war. Begleitet in die untere Liga wurde sie von einem anderen Traditionsverein – dem 1. FC Köln. Die Geißböcke haben es seit der zweiten Spielwoche nicht geschafft, aus den Abstiegsplätzen rauszukommen und sind verdient abgestiegen. Der VFL Wolfsburg konnte sich noch in die Relegation retten und den Klassenerhalt perfekt machen.

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